Lale Willan 2026
Künstler:innen: Caroline Böttcher, Özcan Ertek, Anne Linke, Anne Hölck, Gerhard und Maja Marx, Lale Willan, Ticia Tanne, u.m.
Öffnungszeiten / opening hours
Do-So 14–19h
Kaum andere Tiere polarisieren die öffentliche Meinung so stark wie Tauben. Als weißes Friedenssymbol werden sie mit Reinheit und Hoffnung verbunden, die grauen Stadttauben dagegen mit Schmutz, Störung und Krankheit. Die Ausstellung „Pigeon Paradox“ nimmt dieses ambivalente Verhältnis von Stadtmenschen und Tauben zum Ausgangspunkt und geht mit künstlerischen Arbeiten einer zentralen Frage nach: Welche menschlichen und nicht-menschlichen Interessen prägen Lebensweisen im geteilten urbanen Raum? Stadttauben stammen von entflogenen Haustauben ab, was ihre anhaltende Nähe zu menschlichen Lebensräumen erklärt. Paradoxerweise könnte der Schutz der biologischen Vielfalt künftig gerade in Städten erprobt werden, wo die Mehrheit von Menschen und Tauben lebt. Mit installativen, medialen, skulpturalen und konzeptuellen Arbeiten von Caroline Böttcher, Özcan Ertek, Anne Linke, Anne Hölck, Gerhard & Maja Marx, Lale Willan, Ticia Tanne lädt die Ausstellung dazu ein, die kulturellen Bedeutungen unserer Haltung gegenüber Tauben zu reflektieren und ihre bemerkenswerten sowie inspirierenden Fähigkeiten zu entdecken.
Die installative Arbeit „Schwarm“, entworfen von Lale Willan, integriert Diaprojektionen weiterer künstlerische Werke von Amber Skye Alcock, Bror Ida Lennartsson, Viviane Feitner, Abrie Fourie, Ella Ziegler, mit Tauben aus Berlin, Marburg, Hamburg, Pretoria, Johannesburg, Poznań u.v.m.
Das Rahmenprogramm – mit geführten Taubenschwarm-Spaziergängen, Gäst:innen und Workshop – stellt den Austausch zu Taubenperspektiven in den Mittelpunkt.
Termine: Auf dieser Website & instagram @meinblau_projektraum
Pressekontakt / press contact anne.hoelck(at)meinblau.de
Die Ausstellung wird gefördert vom Bezirksamt Pankow von Berlin, Amt für Weiterbildung und Kultur, Fachbereich Kunst und Kultur.