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Jernej Forbici und Dusan Fiser | How the west was won and where it got us

Vom 15. Juni bis 1. Juli 2007
 
Künstler: Marek Schovanek

Zeitgenössische Kunst aus Slowenien

Kurator: Marek Schovanek

Der tschechisch-kanadische Künstler und Co-Kurator der Prag Biennale 2005 Marek Schovanek präsentierte in den Räumen des Meinblau e.V. zwei prägnante Positionen der zeitgenössischen Kunst Sloweniens.

Nahezu unendlich und apokalyptisch wirken die Landschaften des 1980 geborenen Malers Jernej Forbici, der an der Akademie der schönen Künste in Venedig ausgebildet wurde. Die Gemälde bieten in sich eine Basis für verschiedene Interpretationen im metaphysischen Kontext, seien es die Unbegrenztheit von Raum, die Ewigkeit der Zeit oder der unvermeidliche Tod des Menschen. Die Abwesenheit jeglichen Lebens evoziert in Verbindung mit der grenzenlosen Weite eine fundamentale Bedrohung. Der Betrachter fühlt sich gegenüber den Bildwelten Forbicis klein, bedeutungslos, unvermeidlich einsam und wird an seine Sterblichkeit schmerzlich erinnert. Der Künstler negiert bewußt die Frage nach dem Sinn und sublimiert die Erfahrung.

Das Projekt „Die Antilope – Rätsel der mentalen Struktur des Raumes“ des 1962 in Ptuj geborenen Künstlers Dusan Fiser, der sein Kunststudium 1991 in Ljubljana abschloss, thematisiert das menschliche Verlangen, Raum aus einem existenziellen oder spirituellen Bedarf abzugrenzen. Das Ergebnis ist ein spezifisches räumliches System, sowohl in seinen horizontalen und vertikalen Achsen, als auch in seiner zeitlichen Bewegung. Dusan Fiser findet seine visuelle Umsetzung dieser Koordinaten in der Installation überproportionaler Ampullen, die als Träger für abstrakte Symbole dienen. Diese versteht der Künstler als Codes für das menschliche Bewußtsein von der übergeordneten sichtbaren wie unsichtbaren Struktur des Raumes.