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Eintauchen

Vom 29. April bis 14. Mai 2006
 
Künstler: René Wirths

Abstrakte Dinge als spirituelles Angebot für alle Freunde der Realität

Vom 28. April – 14. Mai 2006 wurde der Name des Kunst- und Atelierhaus Meinblau zum Programm: René Wirths verlieh den Wänden des Projektraums den eigens gemischten Farbton „Mein Blau“, um seinen Dingbildern und dem Raum selbst eine neue Definition zu geben. Explizit für die weiße Wand konzipierte Gemälde erhielten so einen Rahmen, der sie zu Bildern im Bild werden lassen.

René Wirths jüngste Produktion zeigte einfache Alltagsobjekte, wie ein zerknittertes Stück Papier, eine Scheibe Brot, eine Rolle Toilettenpapier, die in fotorealistischer Manier auf überdimensionale Größe wachsen und geprägt sind durch großflächige und sich ständig wiederholende, abstrakte Strukturen. Für den Künstler wurde der Arbeitsprozess dadurch zur meditativen Geduldsübung: „Die Konzentration auf das bestimmte – sehr weltliche – kleine Ding, beziehungsweise sein Abbild, bedeutet auch eine Ausblendung der Rest-Welt, also die Schaffung einer Leere um eben dieses Ding herum. Ich nehme dies während des Malens als eine Ort- und Zeitlosigkeit wahr.“

René Wirths, geb. 1967 in Waldbröl, lebt seit 1970 in Berlin und ist seit 2004 Mitglied des Kunst- und Atelierhauses Meinblau. Er war 1998 Meisterschüler bei Wolfgang Petrick an der HdK Berlin, es folgten zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen, darunter im letzten Jahr die Ausstellungstournee me, myself and I sowie Deep Action im Georg-Kolbe-Museum Berlin.