züruck

ALIENATION

Vom 30. Oktober bis 20. November 2005
 
Künstler:  

Anna Jakupovic

In Ihren neuen Bildern und Objekten thematisierte Anna Jakupovic die innere Distanz zu unserer Umwelt. Wie in Ihrem Zyklus „ferne“ reflektiert die Künstlerin unsere Beziehung zur Aussenwelt. Anders als in Ihren früheren Arbeiten, die Muster und Strukturen darstellten, wird nun der piktorische Gegenstand konkret. Doch hat sich nur der Fokus verschoben. Bisher wurde eine innere Anordnung sichtbar gemacht, nun auch die äußere Hülle. Anna Jakupovic zeigt in analytischen Kompositionen ländliche und urbane Gegenden, einzelne Häuser, die sich zuweilen in bloße Kästen minimalisieren sowie symetrisch gespiegelte Landstriche aus der Vogelperspektive. Die Häuser und Vehrkehrsnetze wirken allesamt eigentümlich isoliert, ihrem originären Zweck entfremdet. Der Mensch bleibt abwesend, die Zeichen einer Bewohnung werden gänzlich ausgelöscht.

Franziska Vollborn

Die Arbeiten von Franziska Vollborn sind gehäkelt. Einige der Objekte werden nach vorher festgelegter Anleitung verwirklicht. Andere können als dreidimensionale Zeichnung verstanden werden, die während des Herstellungsprozess spontan veränderbar bleibt. Die meditative Grundstimmung dieser Technik ermöglicht ein ruhiges assoziatives Arbeiten. Während der Entstehung auftauchende Zusammenhänge können simultan in den Herstellungsprozess einfließen. Die hauptsächlich erotisch körperlichen Formen der Objekte ergeben sich aus der Möglichkeit über das für alle Menschen so zentrale Thema Erotik die Aufmerksamkeit des Betrachters auf einer möglichst irrationalen Ebene zu bündeln. Die gewählte Materialität und Farbe der Objekte erweckt Lust auf Berührung und verbindet diese Stimmung mit der Körperlichkeit des Betrachters.

Die Objekte zeigen Zusammenhänge feinstofflicher Herkunft, die sich dem geschriebenem oder gesprochenem Wort auf eine subtile Art entziehen, sie verschließen sich vor eindeutiger Festlegung und bleiben dadurch beweglich. Das Objekt selbst ist die Erklärung.